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Dionea muscipula AMP

Dionea muscipula ArzneimittelprĂŒfung
Dionea-muscipula-Venusfliegenfalle_375x202.jpg

Die Venusfliegenfalle in der Homöopathie

von E. Feltes und O. Neuhöfer

Fleischfressende Pflanzen ĂŒben eine besondere Faszination aus. Aufgrund der Tatsache, dass sie „Fleisch fressen“ sind sie im Pflanzenreich einzigartig. Da man außer ĂŒber Drosera so gut wie nichts ĂŒber die anderen Karnivoren weiß und die Venusfliegenfalle die bekannteste unter diesen ist, entschlossen wir uns deshalb die homöopathische PrĂŒfung von Dionaea durchzufĂŒhren. Da uns die PrĂŒfsubstanz bekannt war und wir außer der Funktion des „Fleischfressens“ nichts ĂŒber diese Pflanze wussten, hielten wir uns auch bewusst bis zum Ende der PrĂŒfung von allen botanischen und mythologischen Informationen fern.

So begannen wir im April 2001 mit der homöopathischen PrĂŒfung der Dionaea muscipula. Das Mittel besorgten wir uns bei Herrn Magister MĂŒntz, Österreich, das dort unter dem Namen Dionea muniscipia erhĂ€ltlich ist.

Nach Bearbeitung der PrĂŒfung erschienen uns folgende Themen am wichtigsten:

  • Offensichtliches wird ĂŒbersehen, KlĂ€ren, Verstecken / Tarnung
  • Tod steht bevor, aussichtslose Situation
  • Eindringlinge, Einbrecher, Grenzen ĂŒberschreiten
  • Enge, Gefangen, Flucht
  • Verwesung: WĂŒrmer, Maden, Skelett, Eiter, grĂŒnes Fruchtwasser, Schimmel
  • Stellung / Hierarchie – auf einer höheren Ebene ist man in Sicherheit
  • Prahlen, Beachtet werden
  • VerfĂŒhrung, Ehebruch, Eifersucht

Zur besseren Übersicht haben wir Passagen, die diese Themen betreffen kursiv geschrieben. Das ebenfalls kursiv Gedruckte in Botanik und Mythologie scheint fĂŒr uns zum Mittel zugehörig zu sein. In dieser Zusammenfassung sind die TrĂ€ume teilweise in gekĂŒrzter Fassung, auf die wesentlichen Aussagen reduziert, wiedergegeben.

 

Offensichtliches wird ĂŒbersehen, KlĂ€ren, Verstecken / Tarnung

PrĂŒfer 1:
Traum: Ich bin in einer Fabrik und darf auf keinen Fall gesehen werden. Ein Gabelstaplerfahrer kommt nĂ€her und ich denke, jetzt hat er’s geschnallt, aber nein, er hat nebendran was anderes gesehen und fĂ€hrt weiter.

StĂ€rkstes GefĂŒhl: die Erleichterung, dass er mich nicht entdeckt hat, mich ĂŒbersehen hat, eigentlich hĂ€tte er mich sehen mĂŒssen.

Gehe auf die Toilette, und zwar auf die Damentoilette, obwohl die Toilette unmissverstÀndlich mit zwei Stöckelschuhen gekennzeichnet ist, das ist mir gar nicht aufgefallen. Ich habe das einfach nicht gesehen.

Traum: Ich sehe eine Exfreundin, sitze aber schon bei einer anderen Frau im Auto und denke, hoffentlich sieht mich die Exfreundin jetzt nicht, sie könnte daraus falsche SchlĂŒsse ziehen. Aber sie sieht mich natĂŒrlich. Ich steige aus, gehe ihr nach, glaube, dass ich sie dann aus den Augen verloren habe.

Gehe dann zurĂŒck in die Wohnung. Neben der KĂŒchentĂŒr (meiner KĂŒchentĂŒr) arbeitet ihr Vater, der durch irgendwas etwas verdeckt ist (oder er arbeitet in einer Art Nische, so dass man ihn nicht richtig sehen kann), aber dann kommt er hervor. Ich versuche ihm klar zu machen, dass ich mit der Frau nichts habe, aber er scheint das nicht wahrhaben zu wollen.

Suche schon seit 1 – 2 Wochen in AbstĂ€nden ein SchriftstĂŒck, dann fĂ€llt es mir einfach so in die HĂ€nde. Bemerkenswert fand ich, dass ich es vorher einfach nicht gesehen habe; das Blatt lag sogar vor meinen Augen.

Traum: Mir gelingt es nach einem Überfall zu entkommen, bzw. ich werde von den BankrĂ€ubern oder was auch immer nicht gesehen. Ich laufe in großer Eile 2 HĂ€user weiter, um Hilfe zu holen. Auf einmal befindet sich hinter dem Haus noch ein Haus, das hell beleuchtet ist und viele Fenster hat.

AuffĂ€llig: Dass da plötzlich ein anderes Haus ist, das vorher nicht da ist. Auch die PolaritĂ€t, auf der einen Seite von denen nicht gesehen werden – dann ist das Haus beleuchtet, voller Fensterscheiben, und plötzlich hat man es gesehen.

Traum: Auf einer Fete entdecke ich eine Bekannte und denke, hoffentlich sieht die Dich nicht und versuche, mich schnell in der Menge zu verstecken. Aber dann gerate ich in ein Zimmer, wo auch ihr Mann ist und dann gebe ich das Versteckspiel auf und gebe mich zu erkennen.

Traum: Befinde mich mit Freunden auf dem Weg zu einer Fete. Unterwegs sehen wir Bekannte, die auch zur Fete wollen. Ich sage: "Oh leck, komm, die brauchen uns nicht unbedingt zu sehen", woraufhin wir uns verstecken.

Traum: Benehme mich wie ein Einheimischer, damit ich in der Gegend nicht auffalle, auf eine bestimmte Art nicht gesehen werden wollen, was ja auch eine Zeit lang gut ging, die haben das ja erst nicht gesehen. Eine Art Tarnung.

 

PrĂŒferin 2:
Traum: Ich besuche eine Freundin. Ihr Mann kommt ins Zimmer, beachtet mich nicht. Meine Freundin erzÀhlt mir, dass er bei einem Gewinnspiel mitgemacht hat und nachschauen wollte, ob er gewonnen hat. Deshalb sei er so in Gedanken versunken gewesen und habe mich gar nicht gesehen.

RĂŒckfahrt mit dem Zug aus Spanien: Mir fĂ€llt plötzlich auf, dass ich fĂŒr die NachtzĂŒge falsch gebucht habe. In dem Nachtzug, in dem ich nur zwei Stunden fahre, habe ich einen Liegeplatz und in dem Nachtzug, in dem ich anschließend acht Stunden fahre, habe ich nur einen Sitzplatz. Das ist mir zuvor gar nicht aufgefallen. Ich kann es mir nicht erklĂ€ren, warum mir das nicht schon vorher aufgefallen ist und es ist klar, dass ich es so auf keinen Fall buchen wollte.

 

PrĂŒferin 4:
Traum: Drei Frauen auf der Flucht. Wir drei Frauen sind dann endlich im Auto, eine zwischen Lenkrad und Sitz gequetscht, wir beide hinten eingequetscht, damit wir nicht gesehen werden, bevor wir mit einem Vorsprung rechnen können.

Traum: Frauen auf der Flucht. Ein Mann lĂ€uft uns nach, meine Kleider will die Blonde zur Tarnung haben, ich ziehe sie aus und auf der Flucht alte Klamotten drĂŒber.

 

PrĂŒfer 5:
Traum: Etwas wird klar gestellt, entlarvt.

 

PrĂŒferin 10:
Traum: Da ging es ums Übersehen. Ich war in einem Restaurant und als ich bezahlen wollte war der Geldbeutel weg, ich war aber sicher, er muss da sein, ich habe meine Tasche ausgeleert und den ganzen Rest. Habe alles durchsucht nach dem Geldbeutel und habe ihn dann entdeckt und er hing an meinem Ärmel dran.

 

Tod steht bevor, aussichtslose Situation

PrĂŒfer 1:
Traum: Bin irgendwo am Strand, wo was gespielt wird, irgendein Ballspiel, keine Ahnung. Aus irgendwelchen GrĂŒnden, glaube, das Spiel ist so gefĂ€hrlich, dass ich mich irgendwohin retten muss. GefĂŒhl: Irgendwas war da, arg gefĂ€hrlich, lebensbedrohend.

Traum: Steige in ein Loch und versinke plötzlich in einer gummiartigen Masse. Rufe um Hilfe, die anderen ziehen mich raus. GefĂŒhl: Lebensbedrohlich, alleine hĂ€tte ich hier keine Chance gehabt, Angst zu versinken und zu sterben.

Traum: Verfolgt von grölender gewaltbereiter Gruppe. GefĂŒhl: Angst, dass sie mich erwischen und zusammenschlagen, ja sogar vielleicht töten.

Traum: Ich hĂ€nge an irgendwas und unter mir befindet sich etwas Bedrohliches, was Lebensbedrohliches. Wenn ich da runterfalle, wĂ€re es mit mir vorbei. Ich hĂ€nge also da und werde StĂŒck fĂŒr StĂŒck runtergelassen. Unter mir wie so Arena, so Stierkampfarena. GefĂŒhl: StĂŒck fĂŒr StĂŒck kommt man dem Tod nĂ€her.

PrĂŒferin 2:
Traum: Irgendwie ist klar, ich muss am nÀchsten Tag sterben. Der Sarg wird schon besorgt. Ich verbringe meine letzte Nacht in dem Sarg. Es ist ein sehr beklemmender Gedanke, zu wissen dass dies der letzte Tag ist.

Traum: Von einer Katze. Sie ist wohl sehr krank und wird nicht mehr lange leben.

PrĂŒferin 4:
Traum: Drei Frauen werden von einem Mann bedroht. Beim ZurĂŒckblicken sehen wir, wie er die Schwarzhaarige wĂŒrgt. Die Blonde und ich kommen zu dem Schluss, dass er uns alle umbringen will. Wir fahren mit einem Bus zu einem GebĂ€ude, welches sich als "Beerdigungsort" herausstellt. Ein unscheinbares MĂ€nnchen hĂ€lt in einer anderen Kapelle eine Beerdigungspredigt.

PrĂŒferin 6:
Traum: Ich befinde mich auf einer Skipiste und sehe nur den Anfang der Abfahrt, aber bereits nach einer kurzen Strecke wird sie total steil und ich bemerke, dass ich auf der Anlaufstrecke zur Sprungschanze fĂŒr Skispringen bin. Ich bekomme totale Angst, weil ich merke, dass ich außer weiterfahren keine Chance habe. Bremsen geht nicht, weil es so glatt ist, so dass ich auch seitlich, d.h. wenn ich quer stehe, weiterrutschen wĂŒrde.

PrĂŒfer 7:
Traum: Ich bin in Stalingrad. Alles ist zerbombt und die haben rundum nur geschossen. Ich habe arge Angst gehabt. Situation ist im Grund genommen aussichtslos.

 

Eindringlinge, Einbrecher, Grenzen ĂŒberschreiten

PrĂŒfer 1:
Traum: Drei Gestalten gehen in unsere Wohnung. Und kaum sind sie drin, wird einer an mir vorbei die Straße runtergeschmissen, er kollert (leblos?) runter. Ich befĂŒrchte fĂŒr die anderen Schlimmes, Mitleid. Die anderen zwei flĂŒchten mit großem Geschrei und Racheworten aus der Wohnung.

Assoziation: Territorium verteidigen – Eindringlinge werden rausgeschmissen

Traum: Habe nur noch in Erinnerung, dass es um Einbrecher oder EinbrĂŒche ging, dreimal getrĂ€umt. Passend zu den Einbrechern ruft gestern eine neue Patientin an, deren Kinder seit einem Einbruch in ihr Haus an Ängsten leiden.

Traum: Bei uns im Garten. Die Nachbarn haben auf ihrem GrundstĂŒck ĂŒber Nacht ein Ziegengehege angelegt, wobei Teile davon auf unser GrundstĂŒck reichen.

Traum: Ich will irgendwohin. Bin dann auf einem Flugplatz und treffe die Frau eines Bekannten, die sich anbietet, mich mit dem Auto mitzunehmen. Sie fĂ€hrt dann fast so schnell wie ein Flugzeug. Plötzlich halten wir an, ich mache die Augen auf und sehe, dass wir uns auf einem anderen Flugplatz befinden, wo sie alle italienisch sprechen. Ich ĂŒberlege, dass es ja nur ein Katzensprung ist, zwischen Deutschland und Italien ist ja nur die Schweiz.

PrĂŒfer 8:
Traum: Da geht es um einen Einbrecher und ich habe gedacht, der kommt gar nicht rein und das klappt gar nicht und dann sehe ich, er ist doch im Flur mit einer Maschinenpistole und denke Scheiße, es ist doch passiert. Der Clou daran ist dass ich dachte, da passiert nichts, aber er ist doch rein gekommen.

PrĂŒferin 9:
Traum: Ich war in einer Art Restaurant im 1. Stock, habe rausgeguckt in den Innenhof, das war in einem arabischen Land, Mauer drum rum. Der ganze Innenhof hat voll gesessen mit arabisch aussehenden MĂ€nnern mit Turban, die haben auf Papiere gewartet, um eine Einreisegenehmigung zu bekommen.

PrĂŒfer 13:
Traum: Ich bin mit A. und ihrer Freundin in einer Wohnung von Bekannten, Kellerwohnung. Ich ĂŒberwĂ€ltige 2 Einbrecher und einen SchĂ€ferhund, die durch das Kellerfenster eindringen wollen.

 

Enge, Gefangen, Flucht

PrĂŒfer 1:
Traum: Die RĂ€uber sind geflohen und wir suchen sie ... Dann laufen wir die Straße hoch, entweder mĂŒssen wir zu einer bestimmten Zeit irgendwo sein oder wir befinden uns auf der Flucht.

Traum: Zwei Einbrecher flĂŒchten mit großem Geschrei und Racheworten aus der Wohnung.

Traum: Wir steigen in einen Sportwagen ein, wo verdammt wenig Platz ist. Ich quetsche mich hinten rein.

Der Typ mit dem Sportwagen zieht jetzt aber eine total halsbrecherische Szene ab. Von links kommt eine Bahn und er will vor der Bahn ĂŒber die Gleise rasen. Man sieht, dass das eigentlich nicht gut gehen kann, aber verblĂŒffenderweise schafft er es, unter der Bahn, in den ZwischenrĂ€umen der Reifen, durchzuschlĂŒpfen.

Traum: Ich bin gefangen genommen worden von irgendwelchen Leuten und befinde mich oberhalb einer Stierkampfarena. Ich beschließe, denen ein Schnippchen zu schlagen und lasse mich in die Arena fallen, so dass ich dann flĂŒchten kann. Draußen warten noch ein paar Helfer, es wirkt wie eine Befreiungsaktion. Dann keine Erinnerung mehr, nur so GefĂŒhl wie auf der Flucht mit Verstecken und wieder weiter mit der Flucht und so fort.

Traum: Befinde mich vor irgend jemandem auf der Flucht, es geht am Wasser entlang (Fluss).

PrĂŒferin 2:
Traum: Ich verbringe meine letzte Nacht in einem Sarg. Er steht auf meinem Bett in einem schmalen Raum, neben dem Bett ist nur noch ein halber Meter. Es ist sehr eng und ich liege nicht so gut.

Traum: In einer Kneipe. Es ist ein schmaler langer Raum und die Tische stehen direkt vor der Theke. Wir sitzen an einem Tisch und da es so eng ist, mĂŒssen wir jedes Mal aufstehen, wenn jemand vorbei will.

Traum: Ich sitze mit mehreren Leuten in einer Dachwohnung.

Assoziation: Dachwohnung finde ich beengend.

Traum: Wir stehen vor dem Haus der frĂŒheren Nachbarin. Es ist viel schmĂ€ler, als es in Wirklichkeit ist. Sie erzĂ€hlt mir, dass es so klein ist, dass sie sogar keinen Platz fĂŒr eine Toilette darin hat.

PrĂŒferin 4:
Traum: Die Blonde und ich wollen fliehen. Ein Mann lĂ€uft uns nach, meine Kleider will die Blonde zur Tarnung haben, ich ziehe sie aus und auf der Flucht alte Klamotten drĂŒber. Wir rennen aus der Villa, den Abhang hinunter.

Traum: Wir sind zu dritt, zwei Frauen und ich, gefangen in einem abgelegenen Haus. Wir haben GepĂ€ck, wichtige Dokumente. Wir mĂŒssen zusammen aus dem Haus ins Auto kommen um zu fliehen.

Traum: Wir drei Frauen sind dann endlich im Auto, eine zwischen Lenkrad und Sitz gequetscht, wir beide hinten eingequetscht.

PrĂŒferin 5:
Traum: Eine Bekannte zeigt mir ihr verwinkeltes Haus, irgendwie war es schwierig in bestimmte Zimmer zu kommen, da manche EingÀnge klein und lochartig waren.

Traum: Ich bin irgendwie so voll gegessen, ich komme mir vor wie eine Wurst, alles liegt hauteng an, alles ist eng, ich komme mir zu dick vor.

PrĂŒferin 9:
Traum: Ich blicke auf den Innenhof eines Restaurants. Die ganzen Leuten waren fast wie Tiere da zusammengepfercht und durften nicht vor und nicht zurĂŒck. Sie durften auch nicht in die Herberge, haben da eng zusammen gesessen in dem Hof.

 

Verwesung: WĂŒrmer, Maden, Skelett, Eiter, grĂŒnes Fruchtwasser, Schimmel

PrĂŒfer 1:
Traum: Wir laufen die Straße hoch und sollen wĂ€hrend des Laufens noch was essen. Ich bemerke plötzlich, dass an den Stellen, wo ich eingesunken war, sich lauter kleine WĂŒrmer befinden, d. h. bis zu Bauch oder Brust, an den Beinen, Armen kommen jetzt lauter kleine WĂŒrmer zum Vorschein, die ich dann mit Hilfe der anderen versuche abzustreifen, eklig, soviel Zeugs. Die fallen auf den Boden. Um essen zu können, das Essen scheint sich irgendwie auf dem Boden zu befinden, und wir mĂŒssen das zusammenkehren, dummerweise kommen da ja jetzt auch die WĂŒrmer mit rein, und man probiert zu essen, ohne dass die WĂŒrmer mit reinkommen. Und wenn, ist das auch nicht schlimm, scheint normal zu sein. Habe auch merkwĂŒrdigerweise im Traum keinen Ekel.

Traum: Ich muss meinen Bibliothekarausweis abgeben und man muss dazu noch irgendwas dabei haben. Ich mache meine Tasche auf, und da sieht es aus!!! Noch Brotreste, KrĂŒmel, und sogar Brot, wo der Schimmel schon angesetzt hat, grĂŒner Schimmel.

PrĂŒferin 2:
Traum: Um das Bett herum ist alles voller kleiner weißer Maden. Ich gehe dann ins Wohnzimmer und auch da ist der ganze Boden voll von diesen Maden. Ich nehme den Staubsauger und sauge sie auf. Dann gehe ich zurĂŒck ins Schlafzimmer und mein Mann liegt im Bett und an seinem Hemd sind auch noch einige Maden.

Traum: Plötzlich sehe ich vor mir auf dem Boden eine ca. 10 cm große Lache einer gelben FlĂŒssigkeit. Dann kommt unsere Katze und ich sehe, sie hat ein großes Loch auf dem RĂŒcken, wo diese FlĂŒssigkeit heraus sickert. Es ist Eiter.

PrĂŒferin 6:
Traum: Ein unbekannter Mann bĂŒckt sich plötzlich, so dass er mit den HĂ€nden auf den Boden greifen kann. In diesem Moment ist der Bereich von etwas unterhalb der Taille bis ca. Mitte Oberschenkel ohne Fleisch, d. h. es ist nur noch sein Skelett zu sehen.

PrĂŒfer 8:
Traum: Ich war in der Klinik im Bett und war schwanger und habe gemerkt, es geht los, es ist schon offen und bisschen grĂŒnlich. Schleimig-grĂŒn, wie BatschgrĂŒn, danach bin ich aufgewacht und habe gedacht, Scheiße das Fruchtwasser war grĂŒn, aber es war auch gut schleimig und mĂŒsste dann auch gut rutschen.

 

Stellung / Hierarchie

PrĂŒfer 1:
Traum: Der Leiter einer Bundeswehrbibliothek ist offiziersmĂ€ĂŸig oder soldatisch drauf und ĂŒbt offensichtlich WillkĂŒr aus, d.h. er nutzt seine Stellung aus, um andere zu schikanieren. Ich muss meinen Ausweis abgeben, öffne in seiner Gegenwart meine Tasche, in der sich verschimmelte Brotreste befinden. Wie das der Bibliotheksleiter sieht, ist der Ofen natĂŒrlich aus. GefĂŒhl: Ihm ist das gerade recht, da kann er seine WillkĂŒr an mir auslassen, und ich kann noch nicht mal was dran machen.

Traum: Ich muss mich vor etwas Lebensbedrohendem irgendwohin retten, deshalb will ich auf eine Plattform, die auf einem GerĂŒst steht, so etwa 2-3 m ĂŒber dem Boden. Mein Vater soll auch hochkommen. Er scheint aber Probleme mit dem letzten StĂŒck zu haben, droht runterzufallen. Ich packe ihn und versuche, ihn hochzuziehen. Und dann ist noch jemand da, der von unten hilft, alleine hĂ€tte ich das wohl nicht geschafft. Schließlich gelingt es uns, ihn nach oben zu bekommen, und auch fĂŒr ihn scheint die Gefahr gebannt. Das MerkwĂŒrdigste: dass ich auf eine Plattform hochklettern muss, um einer Gefahr zu entkommen.

PrĂŒferin 2:
Traum: In einem Neubaugebiet. Einige jĂŒngere MĂ€nner, ca. Mitte 20, erzĂ€hlen mir, wo sie herkommen, alle aus reichen Familien. Ich möchte nicht sagen, dass meine Eltern nur ein Haus auf der Arbeitersiedlung haben. GefĂŒhl: Die sind was Besseres, haben mehr Geld und eine bessere Bildung.

Traum: Der OberbĂŒrgermeister hĂ€lt auf einer Veranstaltung eine Rede. Plötzlich fĂ€ngt mein Vater an, laut dazwischen zu rufen: Der soll bloß ruhig sein (der OberbĂŒrgermeister), der weiß wohl nicht mehr wo er herkommt. Der ist frĂŒher auch nur Kran gefahren auf der HĂŒtte und heute denkt er, er wĂ€re was Besseres.

Traum: Ich (jetziges Alter) bin als SchĂŒlerin in einer Klasse mit lauter Jugendlichen. Hinterher rede ich noch mit einer Freundin darĂŒber und sie fragt mich, wie es war, als Älteste in der Klasse. Ich sage, kein Problem, ich wurde von allen akzeptiert.

PrĂŒferin 4:
Traum: Dann kommt ein anderes Auto mit einer hochgestellten Persönlichkeit der Kirche und mit dem Boss der Bande.

PrĂŒferin 9:
Traum: Dann war ich oben in einem Raum, da war eine Gesellschaft und oben da waren feinere Leute und unten da war einfaches Volk. Oben wie die ehemaligen Kolonialherren dieses Landes.

AuffÀllig fand ich, dass ich unten gesessen habe in einem zerlumpten Haus und dann hatte ich es geschafft in die bessere Etage.

 

Prahlen, Beachtet werden

PrĂŒfer 1:
Traum: Ich erzĂ€hle den Nachbarn, dass ich eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit laufe. Übertreibe schamlos, totale Angeberei, Prahlen. Sie glauben es mir anscheinend und sehen mich staunend an. Ich merke, dass ich meinen Zweck erreicht habe, bin in ihrer Achtung gestiegen.

Traum: Ich steige aus, gehe ihr nach, aber sie beachtet mich nicht mehr.

Traum: Ich will mich auf einem Fest mit einer Bekannten treffen. Sie ist mit einem Mann da, den man normalerweise ĂŒbersieht. GefĂŒhl: fĂŒhle mich vernachlĂ€ssigt und etwas verletzt, dass ich so wenig beachtet werde.

Traum: Ich laufe durch 2 HörsĂ€le an der Uni, gucke mir die Professoren an, so, die mĂŒssen ja was auf dem Kasten haben als Professor. Der eine im 1. Hörsaal erzĂ€hlt was mit leiser Stimme, rundherum ist alles laut, die Studenten sind sich am Unterhalten, aber das scheint ihn nicht zu stören, er zieht einfach seine Vorlesung durch. Eigentlich mĂŒsste den das stören, das Geplapper der Studenten, mir kam das so vor wie Missachtung.

Traum: Ich sehe eine willkommene Gelegenheit, mich beim Fußballspielen hervorzutun, ein MĂ€dchen auf mich aufmerksam zu machen, ihr zu imponieren. WĂ€hrend ich mit dem Ball spiele komme ich mir ziemlich toll vor. So Imponiergehabe ist mir auch bekannt, frĂŒher natĂŒrlich selbst gemacht, aber in Zusammenhang mit dem Traum gestern interessant das Beachtet- und Nicht-Beachtet-Werden.

Traum: Ein Typ fordert eine ganze Gruppe zu einer Art Wettstreit mit dem Auto auf, er muss mit seinem Auto wohl eine Art Rennen fahren. Es ist ein Sportwagen. Ich quetsche mich hinten rein, der andere ĂŒbergibt mir noch so einen lĂ€nglichen Kasten, erinnert mich an Geigenkasten. Dann preschen wir mit quietschenden Reifen los, so Kavaliersstart, um andere einzuschĂŒchtern, was auch gelingt. Die Gruppe guckt staunend zu. Dann weiß ich nur noch, dass wir das Rennen gewonnen haben, dass der Typ mit dem Sportwagen jetzt aber noch eine total halsbrecherische Szene abzieht. Er machte das noch, um zu zeigen, was er auf dem Kasten hat.

PrĂŒferin 2:
Traum: Ich besuche eine Freundin. Ihr Mann kommt ins Zimmer, beachtet mich nicht.

 

VerfĂŒhrung, Ehebruch, Eifersucht

PrĂŒfer 1:
Traum: Meine Bekannte sagt mir, dass sie und der Typ mit seinem Motorrad wegfahren wĂŒrden. Dann gehen sie und sie streichelt ihn am Arm. Ich denke, na, wo die hinfahren, kann ich mir ja denken. GefĂŒhl: Anflug von Eifersucht, und GefĂŒhl, was, mit so einem Typ? Ungewöhnlich, dass ich ĂŒberhaupt von dem Thema trĂ€ume, dass es darum geht, dass jemand mit jemand anderem was anfĂ€ngt, der Dritte ist da, ist verletzt, beleidigt (Eifersucht).

Traum: Ich lerne auf einer Fete eine junge Frau kennen, die mit ihrem Freund da ist, der ihr nicht von der Seite weicht. Ihr scheint das ziemlich auf die Nerven zu gehen, sie versucht sich zu entziehen und verschwindet. Dann sehe ich sie wieder, wie sie mit anderen flirtet, man spĂŒrt, dass ihr "Freund" da ziemlich eifersĂŒchtig ist.

Traum: Wir werden von einer Frau in einem gelben Wagen abgeholt. Sie hat Stiefel an, die bis zum Oberschenkel reichen. Die Stiefel waren so Lackstiefel, hat erotisch ausgesehen, wie so Sado-Maso. Das Gelb des Autos war hervorstechend, auch die Frau fiel direkt ins Auge, wie eine Frau, die auf MĂ€nnerfang ist.

PrĂŒferin 2:
Traum: Besuch von einem Ex-Freund. Wir liegen im Bett, er streichelt mich zÀrtlich und dann schlafen wir miteinander. Ich denke, ich muss nur aufpassen, dass mein Mann nichts mitbekommt.

PrĂŒferin 4:
Traum: Eine schwarzhaarige, in schwarzes Lackleder gekleidete Frau mit hohen schwarzen Pumps geht auf einen Bekannten zu, um ihn zu verfĂŒhren. Er strahlt und lĂ€sst sie abblitzen.

PrĂŒfer 13:
Traum: Ich bin mit A. und ihrer Freundin in einer Wohnung von Bekannten. Obwohl keine Beziehung mehr zu A. bestand, habe ich das GefĂŒhl, als ob immer irgendwelche Leute zwischen uns stehen, Anflug von Eifersucht.

 

Botanik

Systematische Einordnung:

  • Ordnung: Sarraceniales
  • Familie: Droseraceae – SonnentaugewĂ€chse
  • Gattung: Dionaea muscipula – Venusfliegenfalle
  • Dionaea muscipula ist die einzige Art ihrer Gattung.

Eine der fleischfressenden Pflanzen (Karnivoren = Fleischfresser) ist die Venusfliegenfalle. Sie wurde 1769 von John Ellis entdeckt, kommt in einem eng begrenzten, sumpfigen KĂŒstenstreifen an der Grenze zwischen North Carolina und South Carolina in den USA vor. Selbst dort ist sie durch maßloses "Brandschatzen" von geldhungrigen Exporteuren nur noch selten zu finden.

Ihre schmalen BlĂ€tter entspringen einer Grundrosette von einigen Zentimetern Durchmesser. Sie verbreitern sich am Ende zu zwei rötlichen, nierenförmigen Loben. An deren Außenrand sitzen eine Reihe von Borsten und direkt darunter befindet sich ein Band von NektardrĂŒsen. Man kann bei genauem Hinsehen auf den großen Blattspreiten drei einzelne Haare erkennen.

Diese Haare sind der Auslöser der Falle und wenn ein Insekt, das durch den Nektar oder die rote FĂ€rbung angelockt wird, diese berĂŒhrt, schnappt die Falle zu, d.h. aber auch, wenn ein Insekt auf den Loben herum kriecht ohne die Haare zu berĂŒhren passiert nichts.

Bei einer einmaligen BerĂŒhrung der Haare geschieht noch nichts; berĂŒhrt das Insekt diese jedoch innerhalb von zwanzig Sekunden noch einmal, dann klappen die beiden Loben innerhalb von einer Drittelsekunde zusammen. Die ReizĂŒbertragung erfolgt dabei auf elektrischem Wege.

Da die Borsten am Rand zunĂ€chst nicht besonders dicht schließen, kann ein kleines Insekt selbst bei geschlossener Klappe noch entkommen und herauskriechen. GrĂ¶ĂŸere Insekten haben dagegen keine Fluchtmöglichkeit mehr, denn durch das Hin- und Herlaufen in ihrem GefĂ€ngnis berĂŒhren sie die Auslöserhaare wiederholt, woraufhin sich die Blattspreiten noch fester zusammenpressen. Die RĂ€nder werden jetzt undurchdringlich verschlossen. Anschließend beginnen DrĂŒsen im Inneren einen salzsĂ€urereichen Verdauungssaft abzugeben, der den Insektenkörper zersetzt.

Damit die Venusfliegenfalle nicht unnötig zuschnappt und durch ungenießbare Objekte, z. B. einem heruntergefallenen Blatt, getĂ€uscht wird, mĂŒssen die Auslöserhaare zweimal kurz hintereinander berĂŒhrt werden.

Insekten unterhalb einer gewissen GrĂ¶ĂŸe enthalten nicht genĂŒgend NĂ€hrstoffe, deshalb schließen sich die Randborsten bei kleinen Insekten nicht vollstĂ€ndig, so dass diese entkommen können. Ist dies der Fall, öffnen sich die Loben ca. zwanzig Minuten spĂ€ter wieder, die Falle ist jedoch erst nach vierundzwanzig Stunden wieder bereit, ein neues Opfer zu fangen.

Die Pflanze "frisst" Fleisch! Man findet von verdauten Insekten nur noch Hartteile in den Fallen vor; das Fleisch aber wird von Enzymen gespalten, und die Pflanze resorbiert die NĂ€hrstoffe.

Es gibt bei Dionaea zwei verschiedene Arten von BlĂ€ttern: Die FrĂŒhjahrs- und SommerblĂ€tter. Die SommerblĂ€tter strecken sich fast senkrecht in die Höhe, wĂ€hrend die im FrĂŒhjahr gebildeten BlĂ€tter (und damit Fallen) ĂŒber dem Boden liegend wachsen. So können im FrĂŒhjahr kriechende Tiere gefangen werden und im Sommer können die Pflanzen mit ihren Fallen zudem Fluginsekten nachstellen.

Die Venusfliegenfalle bringt im FrĂŒhjahr eine weiße BlĂŒte hervor. Der Durchmesser dieser BlĂŒte betrĂ€gt bis zu 2,5 cm; die BlĂŒte selbst sitzt auf einem 15-40 cm hohen Stiel. Durch diesen langen StĂ€ngel sollen potentielle BestĂ€uber von den Fallen ferngehalten werden. Die BlĂŒte besitzt 5 BlĂŒten- und KelchblĂ€tter und 15-20 StaubblĂ€tter. Zur BestĂ€ubung ist eine zweite Pflanze notwendig.

 

Es gibt 4 Statusarten der Falle

Im ersten Stadium steht die Falle offen und wartet auf Beute.

Das zweite Stadium ist eingetroffen, nachdem der beschriebene Fangmechanismus ausgelöst wurde und die Falle zugeklappt ist. Auf jeder BlatthĂ€lfte der Falle sitzen 14-20 ZĂ€hne, die nun ineinander greifen und den Fluchtweg nach oben hin versperren. Wenn jetzt ein Insekt die Auslöserborsten weiterhin berĂŒhrt - und das tut es, um fliehen zu können - presst sich die Falle immer weiter zusammen. Das Beutetier wird eingequetscht.

Hier sind wir am 3. Stadium angelangt: Die Falle ist fest verschlossen, und die Beute wird verdaut. Die Falle ist nun so weit zusammengepresst, dass das Tier eine dunkle Silhouette hinterlĂ€sst, wenn man die Falle im Licht betrachtet. Oft ist die Falle sogar durch den Tierkörper nach außen hin gewölbt.

Wenn der Verdauungsvorgang nach etwa 1-2, manchmal auch 3 Wochen abgeschlossen ist, öffnet sich die Falle (4. Stadium).

Entweder ist sie bald in Fangbereitschaft, oder sie stirbt ab. Jede Falle stirbt nach drei VerdauungsvorgĂ€ngen oder etwa 7 SchließvorgĂ€ngen. Jedoch gewinnt die Pflanze aus der verdauten Beute neue NĂ€hrstoffe und ist so in der Lage, neue FangblĂ€tter zu bilden.

 

Ein nettes Kuriosum ist ĂŒbrigens der lateinische Name der einzigen Art der Gattung Venusfliegenfalle, Dionaea muscipula. Übersetzt lautet er in etwa "Diones Mausefalle"! Dione war die Mutter der Göttin Aphrodite, dem griechischen Pendant zur römischen Venus (angeblich verglichen die ersten amerikanischen Siedler die FangblĂ€tter der Pflanze mit dem weiblichen Geschlechtsteil). Die Artenbezeichnung muscipula (Mausefalle) schließlich geht auf einen Fehler des namensgebenden Botanikers zurĂŒck, der eigentlich muscicipula (Fliegenfalle) schreiben wollte.

 

Mythologie

Verschiedene Namen fĂŒr die Göttin Venus: Die röm. Venus entspricht der griech. Aphrodite.

Venus ebria = trunkene Venus, Aphrodite = die Schaumgeborene, Meergeborene, Göttin der Zeugung, Freundin der nĂ€chtlichen Feiern, Spenderin des Lebens, Senderin der Geburt, Große Göttin der Schöpfung.

Aphrodite Kallipygos = Göttin mit dem schönen GesĂ€ĂŸ, Aphrodite Hetaira oder Porne = Hure (wurde sie von ihren Dienerinnen, den HetĂ€ren, begrĂŒĂŸt), Chryse = die Goldene (wurde sie von den Dichtern genannt). Ambologera = die das Alter Hinausschiebende (Name in Sparta). Genetyllis (ein weiterer Beiname) = Schutzgöttin der Geburt.

Aphrodite war auch eine finstere Totengöttin, wie ihre Namen Melaina = die Schwarze, Skotia = die Dunkle oder Tymborychos = die Begrabende andeuten.

Epitragidia = die auf dem Bock reitet, Mandragoritis = die Göttin der Alraune (Herrin der ZauberkrĂ€uter und Liebespflanzen – Die Griechen nannten diese erregenden GewĂ€chse choras aphrodisias, den „Reigen der Liebespflanzen“, bei den Römern hießen sie venerea, also ebenfalls „Liebespflanzen“. Aphrodisiaka waren die Mittel der griechischen Liebesgöttin Aphrodite, venerea die der römischen Venus.).

Als die Römer nach Germanien kamen, identifizierten sie die germanischen Götter mit den eigenen Gottheiten. In der germanischen Liebesgöttin Freia oder Holda erkannten sie die heimische Venus. Im Mittelalter wurde Freia-Holda-Venus zu einem mĂ€nnermordenden DĂ€mon gemacht. Es hieß, Frau Venus lebe im Venusberg, z. B. dem Hörselberg bei der Wartburg, und verfĂŒhre die tugendhaften Ritter zu unkeuschen SĂŒnden. (Hanf war das heilige Kraut der germanischen Liebesgöttin, so wie Opium der Aphrodite heilig war.)

Unter dem Namen Venus war sie die Mutter der Venezier, deren Hauptstadt Venedig ist.

Die Geburt der Aphrodite: Aphrodite, die Göttin der Liebe, erhob sich nackt aus dem Schaume des Meeres und ritt auf einer Muschelschale zum Ufer der Insel Kythera.

Es gibt den Mythos, dass Kronos die Genitalien des Uranos ins Meer warf und sich Schaum um diese bildete, aus dem Aphrodite entsprang.

Ein anderer Mythos besagt, dass Zeus sie mit Dione zeugte, deren Mutter die Meeresnymphe Tethys sein soll.

Übereinstimmung herrscht jedoch darin, dass sie sich von Tauben und Sperlingen begleitet in die Luft erhebt.

Aphrodite („die Schaumgeborene“) ist die gleiche weitherrschende Göttin, die sich aus dem Chaos erhob und auf dem Meere tanzte.

Aphrodite und ihre Taten: Aphrodite wachte eifersĂŒchtig ĂŒber ihre Vorrangstellung und lieh aus diesem Grunde ihren magischen GĂŒrtel, der jeden mit Liebe zu seiner TrĂ€gerin erfĂŒllte, nur selten den anderen Göttinnen.

Aphrodite zeugte mit Ares, dem geradgliedrigen, ungestĂŒmen, dem Trunke ergebenen und streitsĂŒchtigen Gott des Krieges drei Kinder – Phobos, Deimos und Harmonia, obwohl Zeus sie mit Hephaistos, dem lahmen Schmiedegott verheiratet hatte. Dieser wusste nichts von dem Betrug, bis die Liebenden eines Nachts von Helios bei ihrem Treiben im thrakischen Palast des Ares beobachtet wurden, der sie an Hephaistos verriet. Dieser baute daraufhin in seiner Schmiede ein Fangnetz aus Bronze, fein wie Spinnweb, doch unzerreißbar und band es insgeheim um die Pfosten seines Ehebettes.

Als Aphrodite aus Thrakien zurĂŒckkam kĂŒndigte Hephaistos ihr an, einen kurzen Urlaub machen zu wollen. Sie begleitete ihn jedoch nicht und sandte, als er ihr aus den Augen war, eiligst nach Ares, der auch bald kam und zu ihr ins Bett stieg. Als der Morgen dĂ€mmerte hatten sie sich im Netz verfangen, nackt und unfĂ€hig zu entfliehen. So ĂŒberraschte sie der zurĂŒckgekehrte Hephaistos, der nun alle Götter zusammenrief, seine Schande zu bezeugen. Diese eilten herbei, um sich Aphrodites peinliche Lage anzusehen. Die Göttinnen jedoch blieben aus ZartgefĂŒhl in ihren HĂ€usern. Als Poseidon die nackte Aphrodite erblickte, verliebte er sich heftig in sie. Er verspĂŒrte Eifersucht auf Ares, verbarg diese jedoch und tĂ€uschte vor, mit Hephaistos zu fĂŒhlen.

SpÀter zeugte sie mit Dionysos Priapos, ein hÀssliches Kind mit riesigen Geschlechtsteilen.

Aphrodite gab sich auch Anchises, dem König der Dardaner, hin. Sie besuchte ihn in der Verkleidung einer phrygischen Prinzessin, in einem funkelnden, roten Gewand. Als Anchises erfuhr, dass er die Nacktheit einer Göttin gesehen hatte, erschrak er heftig und gab Aphrodite sein Wort, ĂŒber dieses Treffen niemandem etwas zu sagen. Als er jedoch einige Tage spĂ€ter bei einem Trinkgelage war, wurde er gefragt, ob er eher mit der Tochter des Soundso oder mit Aphrodite selber schlafen wĂŒrde, worauf er achtlos antwortete: „Da ich mit beiden geschlafen habe, finde ich die Frage ĂŒberflĂŒssig.“ Diese Prahlerei kam vor Zeus und er warf einen Blitz nach Anchises.

Die spĂ€teren Hellenen verpönten die feierlichen Orgien Aphrodites als ehebrecherischen Leichtsinn und setzten das Ansehen der Großen Göttin des Mittelmeeres herab, indem sie sie unter mĂ€nnliche Aufsicht stellten.

In Syrien, Kleinasien und Griechenland war das heilige Jahr der Göttin einst in drei Teile geteilt. Aphrodite war der mittlere Teil geweiht, der als Zeichen die Ziege hatte.

Hermaphroditos, der Sohn Aphrodites, war ein JĂŒngling mit weiblichen BrĂŒsten und langem Haar. Er fand in Androgyne, der bĂ€rtigen Frau, sein abnormes GegenstĂŒck. Sie trug einen falschen Bart, um die Kinder, die ihr von einem Sklaven geboren waren, zu adeln.

Die Geburt des Dionysos: Zeus hatte eine geheime Liebschaft mit Semele („Mond“), Tochter des Königs Kadmos von Theben. Hera, die immer sehr eifersĂŒchtig war, verstellte sich als alte Nachbarin und riet Semele, die damals schon im sechsten Monat schwanger war, sich nicht von ihrem geheimnisvollen Liebhaber tĂ€uschen zu lassen und von ihm zu verlangen, dass er sich in seiner wahren Natur und Gestalt zeigen sollte, weil sie sonst ja nicht wissen könne, ob er nicht ein Ungeheuer sei. Nachdem Zeus ihr die Bitte abschlug, verweigerte sie sich ihm, worauf er ihr voller Zorn als Donner und Blitz erschien und sie verzehrt ward. Hermes jedoch rettete ihren sechs Monate alten Sohn, indem er ihn in den Schenkel des Zeus nĂ€hte, damit er dort noch weitere drei Monate reifen sollte. Danach gebar Zeus den Dionysos, was „der zweimal Geborene“ oder „das Kind der doppelten TĂŒr“ bedeutet.

Dionysos und seine Taten: Dionysos, ein Kind mit Hörnern und einer Schlangenkrone, wurde auf Heras Befehl von den Titanen ergriffen, die ihn in StĂŒcke rissen und die Reste in einem Kessel kochten. Seine Großmutter Rhea sammelte jedoch alle Teile und fĂŒgte sie wieder zusammen.

Auf Befehl des Zeus verwandelte Hermes Dionysos zeitweise in ein Zicklein oder einen Widder und vertraute ihn den Nymphen an.

Dionysos folgte den Amazonen in Booten und tötete viele von ihnen.

Dionysos reiste in einem Boot, das den Neumond darstellt.

Dionysos sitzt nun als einer der Zwölf Großen zur rechten Hand des Zeus. Diesen Ehrenplatz erreichte er, nachdem er seine Anbetung in der ganzen Welt erzwungen hatte und deswegen zum Himmel aufsteigen konnte.

Dionysos verdrÀngte Hestia aus ihrer Stellung als eine der Zwölf Olympier. Obwohl Dionysos zum Teil eine göttliche Stellung eingerÀumt wurde, war er doch stets nur ein Halbgott.

Dionysos bestach Persephone, so dass er seine tote Mutter Semele aus dem Tartaros holen konnte. Er stellte sie den anderen Göttern als Thyone vor, um sie nicht eifersĂŒchtig zu machen oder zu verĂ€rgern.

Als GefÀhrten des Dionysos wurden sowohl Pferdemenschen, als auch Ziegenmenschen abgebildet.

Die libysche oder kretische Ziege war das heilige Tier des Weines; das helladische Pferd das des Bieres und des Nektars.

Venus griech. Aphrodite, wird im Abendland auch Phosphoros oder Luzifer (LichttrĂ€ger) genannt. Im alten Rom bedeutete Venus etwa soviel wie Liebreiz und sinnliche Begierde, und die Göttin regierte den FrĂŒhling. Ihr Beiname Anadyomene bedeutet „die aus dem Meer Aufsteigende“. Sie war auch HĂŒterin der Fruchtbarkeit.

Die Maya in YucatĂĄn schenkten der Venus große Aufmerksamkeit, insbesondere der Bahnberechnung als Morgen- und Abendstern. Wobei jedoch das erstmalige Erscheinen der Venus als Morgenstern als UnglĂŒckszeichen galt, da der Stern „mit Speeren auf verschiedene Lebewesen schießt“. Im Hochland Mexikos gab es Ă€hnliche Vorstellungen. Hier wurde der Planet mit der Gottheit QuetzalcĂłatl (Gefiederte Schlange) in Verbindung gebracht. In Altperu hieß der Planet Venus „Chasca“, was nach Inka Garcilaso de la Vega „langhaarig, kraus“ bedeutet. Man verehrte ihn, weil er fĂŒr einen Pagen der göttlichen Sonne gehalten wurde, der bald vor ihr hergeht, bald wieder ihr hinterdreinlĂ€uft.

Statuetten und Felsreliefs der Altsteinzeit wurden oft als „Venus“-Darstellungen bezeichnet. Diese Bildwerke galten jedoch nicht als Verkörperungen erotischer WĂŒnsche und Ă€sthetischer Vorstellungen, sondern stellten SippenahnmĂŒtter dar, deren Fettleibigkeit symbolhaft fĂŒr Begriffe wie FĂŒlle, FĂ€higkeit zum GebĂ€ren und NĂ€hren steht.

Im Mythos von der gefiederten Schlange heißt es, dass Quetzalcoatl hinab zum „göttlichen Wasser“ (zum Golf von Mexiko) wandert. Er fastet dort vier Tage lang und legt dann seine schönsten GewĂ€nder an. Als er sich auf dem Scheiterhaufen opfert, fliegen Vögel aus den Flammen hervor, und aus deren Mitte steigt sein Herz hinauf zum Himmel, wo es sich in Venus verwandelt, den Morgenstern. Als Venus symbolisierte Quetzalcoatl Tod und Auferstehung.

Venusberg, Berg und Höhle der sagenhaften Königin Sibylle bei Spoleto, Italien. In Deutschland wurden mehrere Berge mit „Frau Venus“ in Verbindung gebracht; auch die Sage vom TannhĂ€user erwĂ€hnt den Venusberg: Der Ritter TannhĂ€user wird von Frau Venus in ihren Zauberberg gelockt. Von seinem Gewissen geplagt, pilgert er nach Rom, wo ihm der Papst (Urban IV.) jedoch keine Vergebung gewĂ€hrt. Als das Zeichen göttlicher Verzeihung eintritt (Wunder vom grĂŒnenden Wanderstab), ist TannhĂ€user bereits in den Venusberg zurĂŒckgekehrt.

Venusberg, Anatomie: der SchamhĂŒgel.

Venusstatuetten, weibl. Kleinplastiken der jĂŒngeren Altsteinzeit mit stark betonten Geschlechtsmerkmalen; wohl dem Ahnen-, Fruchtbarkeits-, Herdkult zuzuordnen.

Die Venusfliegenfalle lebt in elliptischen Feuchtgebieten die Carolina bays genannt werden. Es gibt einen Mythos, dass diese Buchten durch AsteroideneinschlÀge entstanden sind.

 

Der Planet Venus

Venus ist der zweite Planet von der Sonne aus und der sechstgrĂ¶ĂŸte. Sein Durchmesser betrĂ€gt 12.103,6 km, seine Masse 4,869·1024 kg.

Venus (Griechisch: Aphrodite; Babylonisch: Ishtar) ist mythologisch die Göttin der Liebe und Schönheit. Der Planet erhielt diesen Namen wahrscheinlich deshalb, weil er der hellste im Altertum bekannte Planet war.

Die Rotation der Venus ist ausgesprochen ungewöhnlich, weil sie zum einen sehr langsam ist (ein Venustag dauert 243 Erdentage, geringfĂŒgig lĂ€nger als ein Venusjahr) und zum anderen gegenlĂ€ufig rotiert. Außerdem stimmen die Umlaufzeit und die Rotationszeit der Venus derart ĂŒberein, dass immer dieselbe Seite zur Erde zeigt, wenn die beiden sich am nĂ€chsten sind.

Der Druck der VenusatmosphĂ€re betrĂ€gt 90 AtmosphĂ€ren (etwa der Druck, der dem einen Kilometer unter den Ozeanen der Erde herrscht). Sie setzt sich hauptsĂ€chlich aus Kohlendioxid zusammen. Es gibt verschiedene mehrere Kilometer dicke Schichten aus SchwefelsĂ€uredampf. Diese Wolken verdecken vollstĂ€ndig den Blick auf die OberflĂ€che. Diese dichte AtmosphĂ€re verursacht einen unkontrollierbaren Treibhauseffekt, der die OberflĂ€chentemperatur um ungefĂ€hr 400 Grad auf ĂŒber 740 K aufheizt (heiß genug, damit Blei schmilzt). Die OberflĂ€che der Venus ist tatsĂ€chlich heißer als die von Merkur, obwohl sie doppelt so weit von der Sonne entfernt ist.

Es wehen starke Winde (350 km/h) an der Wolkenoberseite, aber die Winde an der OberflÀche sind sehr schwach, nicht mehr als wenige Stundenkilometer schnell.

Der Großteil der VenusoberflĂ€che besteht aus sanft geschwungenen Ebenen mit geringen Erhebungen.

Das Innere der Venus hat einen Eisenkern von ca. 6.000 km Durchmesser. Venus besitzt kein Magnetfeld, vielleicht wegen der langsamen Rotation.

Venus ist seit vorgeschichtlicher Zeit bekannt. Sie ist mit Ausnahme von Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel und ist normalerweise mit bloßem Auge zu sehen. Wie Merkur war sie als zwei verschiedene Körper bekannt: Eosphorus als Morgenstern und Hesperus als Abendstern.

 

Quellen

  • David Attenborough, Das geheime Leben der Pflanzen, S. 83 – 86
  • www.georgstach.de/fleischfressende-pflanzen/gattungen/dionaea/dionaea.html
  • www.home.t-online.de/home/harald.siegmund/dionaea.html
  • Robert von Ranke-Graves Griechische Mythologie
  • Knaurs Lexikon der Symbole
  • www.carnivorousplants.org
  • Roy Willis, Mythen der Welt
  • Brockhaus, 15-bĂ€ndige Ausgabe
  • Christian RĂ€tsch, Pflanzen der Venus
  • www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/venus.html
  • Homöopathie Zeitschrift I/01, S. 62

 

Evelyn Feltes hat seit 1996 ihre eigene homöopathische Praxis in Völklingen, Deutschland. Sie hat selbst einige ArzneimittelprĂŒfungen durchgefĂŒhrt. Otmar Neuhöfer ist Homöopath aus Riegelsberg.