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Luesinum

Luesinum
Arzneimittelbild von Gabriele Schwartze-Grossmann

Luesinum - Syphilinum
von Gabriele Schwartze-Grossmann

Die Ausarbeitung erfolgte nach einem vorgegebenen Schema, das für die Arzneimittelausarbeitung am Samuel Hahnemann Institut verwendet wird. Die Überschriften sind im Kursiv- und die Leitsymptome im Fettdruck geschrieben.

Syphilinum - die Syphilis Nosode wird aus den Sekreten luetischer Geschwüre hergestellt. Die Syphilis zählt nach Hahnemann zu den chronischen Krankheiten, d. h. die Erreger der Syphilis spielen in irgendeiner Form eine bedeutende Rolle, auch wenn man klinisch nicht von einer Lues hereditaria sprechen kann. Früher wurde Syphilinum auch als Reaktionsmittel bei "unterdrückter Syphilis" angewendet. Seine Anwendung empfiehlt sich heute zur Verwendung als Reaktionsmittel bei hereditärer - und allenfalls bei therapieresistenter erworbener Syphilis.

Wenn wir die beiden Arzneimittelbilder Mercurius und Syphilinum vergleichen, dann fällt auf, daß bei Mercurius die Prozesse noch aktiv sind, während sie bei Syphilinum einen degenerativen Charakter angenommen haben. In der Tabelle sollen einige Beispiele aus dem HNO-Bereich aufgezeigt werden: (s. Tabelle)

Diese Tabelle zeigt bei Syphilinum eine ausgeprägte Degeneration. Doch dieses soll nicht zu dem Rückschluß verleiten, daß sich nur bei Syphilinum (oder in Folge einer syphilitischen Belastung) degenerative Prozesse finden. Ganz im Gegenteil, auch die Psora zeigt eine Vielfalt solcher Prozesse, wie wir in den Chronischen Krankheiten von Hahnemann (ab Seite 67 ) lesen können.

Hier sind zum Vergleich ebenfalls einige Beispiele aus dem HNO-Bereich aufgeführt: (s.u.)

Wie alle Nosoden und wie alle homöopathischen Heilmittel überhaupt, wird Syphilinum nach dem Ähnlichkeitsgesetz angewendet, auch bei Patienten, die von erworbener oder kongenitaler Syphilis gänzlich frei sind.

 

1. Gemüt
1.2 Angst, Furcht, Zaghaftigkeit
Schreckliche Furcht vor der Nacht, wegen der seelischen und körperlichen Erschöpfung beim Erwachen. Diese ist so unerträglich, daß sie den Tod vorzieht.

1.11 Gereiztheit, Aufbrausen, Streitsucht, Schimpfen, Unzufriedenheit, Verdrießlichkeit, üble Laune, Ärger, Raserei, Wut, Zorn, Zerstörungssucht, beißen, schlagen, töten
Mürrisch, reizbar, verdrießlich. Will nicht besänftigt werden, heftig bei Widerspruch.

1.12 Gleichgültigkeit
Gleichgültig gegen seine Freunde und freut sich an nichts mehr.

1.16 Kummer, Traurigkeit, Melancholie, Schwermut, Selbsttötung, Jammern, Heulen, Wimmern, Weinen, Stöhnen, Seufzen
Sehr verzagt, glaubt, nicht, daß es ihm jemals besser gehen wird. Sehr nervös, weint ohne Grund. Säuglinge, die gleich nach der Geburt weinen.
Melancholie.

 

2. Geist, Sensorium
2.3 Einbildungen, Wahnideen, Wahnsinn mit Gebärden, Gesten und Reden
Einbildung, als wäre er geisteskrank oder von einer Lähmung befallen.
Kent: Furcht vor Geisteskrankheit, Furcht vor Lähmung.

2.7 Gedächtnisschwäche, Vergeßlichkeit Schlechtes Kurzzeitgedächtnis, aber gutes Langzeitgedächtnis.
Gedächtnisverlust. Verliert die Erinnerung an neue Ereignisse, Namen, Zeitpunkte, während längst vergangene Vorfälle vor Beginn der Krankheit fast mühelos und deutlich erinnert werden. Kann sich nicht an die Gesichter und Namen von Personen, Büchern oder Orte erinnern.
Gedächtnisschwäche für Daten.

2.12. Sonstiges
Mathematikschwäche, bei sonst normaler Begabung.
Waschzwang, hat das Bedürfnis sich häufig die Hände zu waschen.

 

4. Schlaf
a) Pathologie
Nachts Ruhe- und Schlaflosigkeit. Wacht gleich nach Mitternacht auf und kann bis 6 Uhr nicht mehr einschlafen.

b) Empfindung
Fürchtet die Nacht und fürchtet den Morgen, denn Schwäche und Schmerzen sind schlimmer beim Erwachen.

h) Zeiten Einschlafen erst gegen 6 Uhr möglich.

 

5. Schwindel
Pathologie: Schwindel beim Schauen nach oben. Schwindel durch Hitze hervorgerufen.

 

6. Kopf
Pathologie: Schmutziger Hautausschlag an der Kopfhaut. Starker Haarausfall, kreisrund und büschelweise.

7. Kopfschmerzen
a) Pathologie:
Syphilitischer Kopfschmerz: nachts, mit Delirium und Schlaflosigkeit verursachend.
Neuralgische Kopfschmerzen. Migräne mit pulsierenden Kopfarterien.

b) Empfindung Schmerzen nachts zum Verrücktwerden. Berstendes Gefühl im Scheitel. Ringförmiger Kopfschmerz. Hochgradige Empfindlichkeit des Periost der Schädelknochen.
Als zöge ein Gewicht im Hinterkopf den Kopf nach hinten oder als werde der Kopf nach hinten gestoßen.
Quetschender, schneidender Schmerz an der Basis des Kleinhirns.

d) Orte
Tief im Gehirn vom Scheitel aus.
Kopfschmerz in den Nerven der Kopfhaut, regelmäßig schlechter nachts und besser nach Tagesanbruch. Hinterkopf.

e) erstreckt sich
Erstreckt sich in ein Auge. Von Schläfe zu Schläfe.
Lineare Kopfschmerzen von der Stirn über den Scheitel nach rückwärts.
Hinterhauptschmerz, unerträglich, erstreckt sich zu den Nervenganglien des Nackens, verursacht Verhärtung der Nackenwülste.

f) Begleitbeschwerden Schwäche, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit und allgemeine nervöse Reizbarkeit. Kongestion zum Gesicht, Hals und Kopf.
Zahllose, kleine, vergrößerte Halsdrüsen.

g) Modalitäten
h) Zeiten
Neuralgischer Kopfschmerz beginnt 16 Uhr, schlechter von 22 - 23 Uhr, hört bei Tagesanbruch auf. Kopfschmerzen schlechter nachts und besser nach Tagesanbruch.

 

8. Augen
a) Pathologie

  • Myopie
  • Strabismus - Strabismus paralyticus, das Auge ist nach innen gedreht und kann nur bis zur Medianlinie auswärts bewegt werden.
  • Diplopie - Doppeltsehen: ein Bild wird unter dem anderen gesehen.
  • Amauraose
    Atrophie des Nervus opticus Die Netzhaut ist abgeblaßt, rauh und gefleckt.
  • Anisokorie
    Roter, papulöser Ausschlag um den linken inneren Canthus mit einzelnen Pickeln an der Nase. Diese Pickel waren rot, mit eingedelltem Zentrum und umschriebenem Hof.
  • Verklebung der Augenlider. Schwellung der Oberlider.
  • Ptosis: die Augen schauen schläfrig durch Herabhängen des Oberlides. Lähmung des M. obliquus superior.
  • Chronisch rezidivierende Keratitis phlyctaenularis. Keratitis interstitialis.
  • Der linke Augapfel ist mit pilzartigem Wuchs bedeckt, starker Schmerz < nachts. Akute Ophthalmia neonatorum (Arg.nitr., Calc, Hep, Kali s. Sulf).
  • Profuse Tränenabsonderung, Augen morgens verklebt.
  • Iritis, starker Schmerz, der Nacht für Nacht gleichmäßig zunimmt < zwischen 2 und 5 Uhr.
  • Lichtscheu, schwarze Flecken vor den Augen.
  • Akute Konjunktivitis links mit beträchtlichen Schmerzen im Augapfel, gefolgt von Iritis.

b) Empfindungen
Intensive Nachtschmerzen. Beißende Tränen.

f) Begleitbeschwerden
Iritis mit Lichtscheu, Stauung der Konjunktiven und Skleren. Chemosis, Pupillenstarre, vermindertes Sehen. Supraorbitalschmerz.

g) Modalitäten
Augenschmerzen schlechter nachts besser durch kaltes Wasser.

h) Zeiten
Iritis schlechter zwischen 2 und 5 Uhr. Augenschmerzen schlechter von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.
Lider verkleben nachts bei Ophthalmia neonatorum.

 

9. Ohren
a) Pathologie
Ohrenschmerzen. Fauliger, scharfer, wässriger oder eitriger Ausfluß aus dem Ohr mit Schmerz. Eiterung des linken Ohres mit Ausfluß großer Mengen an Eiter.
Allmählich zunehmende Taubheit, vollständige Taubheit. Katarrhalische Taubheit. Kalkablagerungen im Trommelfell. Karies des Mastoidfortsatzes, Lähmung der Gehörnerven.

b) Empfindung
Scharfe Schmerzen schneiden ins Ohr hinein.

 

10. Nase
a) Pathologie
Verstopfung. Anfälle von Fließschnupfen.
Übelriechender, dicker, gelb grüner Ausfluß. Im Schlaf bildet sich trockener Schorf in beiden Nasenlöchern. Die Nasenknochen werden durch Karies zerstört und die Nase sinkt ein. Sattelnase. Die ganze Nase zerfällt geschwürig, blutende Nasengeschwüre, harte Pfropfen in der Nase.
Ozaena syphilitica - Stinknase mit übelriechendem dick gelb grünem Nasenausfluß mit Absonderung fötider Krusten.

b) Empfindung
Jucken innen am linken Nasenflügel. Brennen der Nase. Trockenheit der Nase.

h) Zeiten
Verstopfung der Nase nachts.
Schorfbildung in beiden Nasenlöchern im Schlaf.

 

11. Gesicht
a) Pathologie Gesichtsneuralgie. Das Gesicht ist auf eine Seite verzogen, Sprechen, Kauen und Blasen schwierig. Gesichtslähmung rechts, breiige Sprache, Hemikranie, Hin- und Herwerfen des rechten Auges.
Gesichtsblässe. Juckender, schorfiger, ekzemartiger Ausschlag einzeln oder in Gruppen, sieht wie Herpes aus. Tuberkel und kupferfarbene Ausschläge im Gesicht. Geschwüre an Lippen und Kinn, besonders links, verschorft.

d) Orte
Geschwüre an Lippen und Kinn.

12. Zähne, Zahnfleisch, Kiefer
a) Pathologie
Kleine halbmondförmige Spalten in den oberen Schneidezähnen (bleibendes Gebiß). Verkleinerte Schneidezähne (Mäusezähnchen). Gezackte Milchzähne. Die Zähne sind deformiert, verdreht, fleckig verfärbt und zerfallen frühzeitig (Mezger)
Tonnenförmige Zähne bei Kindern. Die Zähne verfaulen am Zahnfleichrand und brechen ab.

b) Empfindung
Gefühl wie von einem Wurm im Zahn. Merkwürdiges Gefühl, als ob alle Zähne deplaziert sind und beim Schließen der Kiefer nicht richtig aufeinanderpassen.
Schmerzloses Flattern in den Zähne, wie von etwas Lebendigem, kann nicht feststellen in welchem Zahn. 13. Mund, mit Geschmack

 

13. Mund, mit Geschmack
a) Pathologie
Zunge rot und dick, zwei tiefe in Längsrichtung verlaufende Risse. Zunge weiß belegt, Zahneindrücke an den Rändern. Zunge dick und rot und schwammig.
Einseitige Zungenlähmung. Beim Hervorstrecken weicht die Zunge nach einer Seite ab. Schwierigkeiten beim Kauen.
Aphasie. Wortfindungsstörung. Debilität.
Übelriechender Atem.
Geschwüre im Mund, jede Stelle ist befallen. Geschwürsbildung des weichen Gaumens. Der weiche Gaumen kann völlig zerstört sein. Knotige Veränderung am weichen Gaumen. Syphilitische Zerstörung des weichen und harten Gaumens.
Herpesausschlag im Mund, an Tonsillen, hartem Gaumen und Rachen, macht das Schlucken von Flüssigkeiten schwierig. Speichelfluß nachts (Merc).

b) Empfindung
Die Zunge fühlt sich wie gelähmt an.

 

14. Hals
a) Pathologie
Chronische Tonsillenhypertrophie. Schankerartiges Geschwür im Rachen. Tonsillitis. Akute Pharyngitis.

b) Empfindung
Halsweh. Schluckschmerzen, besonders bei Flüssigkeiten.

 

15. Magen und Oesophagus
a) Pathologie
Magengeschwüre - Monate- oder wochenlang Erbrechen durch oberflächliche geschwürige Erosion der Eingeweideschleimhäute. Appetit mäßig und wählerisch bis schlecht. Monatelang völliger Appetitverlust, früher hatte er gewöhnlich Heißhunger. Durst. Verlangen nach starken alkoholischen Getränken. Abneigung gegen Fleisch. Dyspepsie - die Nahrung bekommt nicht. Blähungen, Aufstoßen von Luft. Übelkeit, Sodbrennen mit Schmerz und Roheit vom Magen bis zur Halsgrube - Reflux.

b) Empfindungen
Gefühl von Rohheit vom Magen bis zur Halsgrube.

 

17. Abdomen
a) Pathologie
Schmerz in der rechten Leiste, gefolgt von Drüsenschwellungen. Leistenbubo. Bubo, pupurfarben, in der Linken Leiste, taubeneigroß.
Ein großer schmerzloser Bubo in der rechten Leiste öffnet sich, reichlicher Ausfluß. (Der schmerzlose Bubo ist ein Zeichen der sekundären Syphilis).

b) Empfindung
Schmerzen tief im Bauch. Innerliches Hitzegefühl im Hypogastrium.
Schmerzen, lanzinierender Schmerz in einer Leiste.

d) Orte
Schmerz in der rechten Leiste. Drüsenschwellungen der Leiste.

h) Zeiten
Leistenschmerzen schlimmer nachts.

 

18. Rektum, Anus, Stuhl
a) Pathologie
Viele Jahre hartnäckige Verstopfung, das Rektum scheint von Strikturen zusammengeschnürt zu sein. Chronische Verstopfung. Stühle sehr dunkel und übelriechend, Stühle zu hell.
Hartnäckige Fälle von Cholera infantum.
Fissuren an Anus und Rektum.
Indurierte Geschwüre am Darmausgang. Hämorrhoiden, Knotenbildung, Gummata, reichliche Blutung, Kondylome, Lähmung des Mastdarms, Vorfall des Afters, erschlaffter vortretender Mastdarm.

b) Empfindung Der Mastdarm scheint von Verengungen zusammengeschnürt zu sein.
Hering schreibt in seinen Guiding-Symptoms: Der untere Teil des Rektums hängt nach außen wie eine Halskrause, ähnlich einer voll aufgeblühten Rose.

 

19. Harnorgane und Urin
a) Pathologie
Brennender heißer Urin. Urinieren schwierig und sehr langsam. Mangel an Druck. Urinieren selten, nicht öfter als einmal in 24 Stunden. Reichlicher Urin nach Frost, nachtsüber. Kräftig zitronengelber, spärlicher Urin.

b) Empfindung
Jucken in der Harnröhrenmündung.
Morgens als er urinieren will, Gefühl, als sei die Harnröhre etwa 2 cm von der Mündung entfernt verstopft.

h) Zeiten
Starker Harndrang von 19 bis 5 Uhr.

 

20. Männliche Geschlechtsorgane
Clarke: Nach unterdrücktem Schanker besteht eine schmerzhafte Schwellung von Hoden und Hodensack. Bei jeder feuchten Witterung treten Schmerzen in den Nieren auf, sie erstrecken sich entlang der Urethren, wobei sie nicht in die Blase gingen, sondern dem Samenstrang folgten in die Leisten hinab und in die Hoden. Es waren qualvolle Schmerzen.

a) Pathologie
Schanker an der Vorhaut. Geschwür von der Größe einer getrockneten Erbse, Ränder erhaben, Grund mit einer fettigen Ablagerung bedeckt, ohne Schmerz oder Empfindung.
Ulcus molle, rasch sich ausbreitend.
Entzündung und Verhärtung des Samenstranges. Herpetiforme Ausschläge an der Vorhaut und am Hodensack. Verhärtung der Hoden und des Samenstranges.

b) Empfindung
Brennender Schanker, an der Vorhaut oberhalb der Corona glandis. Schmerzlose Geschwüre.

d) Orte
Herpesartige Ausschläge an der Vorhaut und am Hodensack.

e) erstreckt sich
Qualvolle Schmerzen von den Nieren über die Urethren in den Samensträngen und Hoden (nach unterdrücktem Schanker).

 

21. Weibliche Geschlechtsorgane
a) Pathologie
Uterus und Umgebung, weich und schlaff. Fehlgeburt, Totgeburt.
Reichliche, dicke, gelbe Leukorrhoe. Geringe weißliche Leukorrhoe. Gelbliche übelriechende Leukorrhoe, reichlich. Die Leukorrhoe läuft bis zu den Fersen bei hereditärer Syphilis.
Wundheit der Genitalien und muco-purulenter Ausfluß bei einem Kind.
Scharfer Ausfluß ruft heftiges Jucken und Entzündung der äußeren Genitalien hervor.
Menses schmerzhaft, zwei Wochen zu früh, rosarot, hell, reichlich, fließen einige Tage lang stark, leicht auszuwaschen. Nach 28 Tagen treten die Menses wieder auf, schmerzlos. Geruch der Menses wie faules Fleisch.
Empfindlichkeit des Muttermundes während der Menses und beim Geschlechtsverkehr < bis zu unerträglichen Schmerzen.
Ovarien gestaut und entzündet, Neigung zu Ovarialtumoren. Ovarialcysten. Krankheiten des Uterus und Ovarien mit ausgeprägten Nervenstörungen, besonders bei verheirateten Frauen.
Knotenbildung in der Scheide und an den Labien. Geschwürsbildung des Muttermundes. Verhärtung der Zervix.

b) Empfindung
Schmerzen im rechten Ovar links, verhindert den Schlaf.
Scharfe Zick-Zackartig schießende Schmerzen in der Uterusgegend.
Wundheit der rechten großen Schamlippen erstreckt sich nach links. Heftiges Jucken der Vulva, dauert bis 10 Uhr an.

f) Begleitbeschwerden
Heiserkeit, fast vollständiger Stimmverlust am Tag vor den Menses.
Dauerschmerz quer über das Kreuz bei Leukorrhoe.

g) Modalitäten
Scharf wäßriger Weißfluß durch die Bettwärme verschlimmert.
Empfindlichkeit des Muttermundes während der Menses schlechter.

h) Zeiten
Jucken und Entzündung der Genitalien schlechter nachts durch die Bettwärme.
Nachts Schmerzen in den Eierstöcken.
Morgens Juckreiz der Vulva bis ca. 10 Uhr.

 

22. Atemwege
a) Pathologie
Erkrankungen des Kehlkopfknorpel. Geschwürsbildung im Kehlkopf und Aphonie. Heftige Anfälle von Dyspnoe, Pfeifen. Bedrückung der Brust, daß es fast zum Atemstillstand kommt.
Trockener scharfer abgehackter Husten ohne Auswurf. Aber auch mit dickem, gelbem, geschmacklosem Auswurf.
Keuchhusten mit schrecklichem Erbrechen.
Auswurf: schleimig, eitrig, gräulich, grünlich, grün-gelblich, geschmacklos. Chronisches Asthma, im Sommer besonders bei warmem und feuchtem Wetter., Nächtliche Asthmaanfälle bei warmem Wetter. Attacken von spastischem Bronchialasthma nachts oder während eines Gewitters.
Rasseln in Brust und Hals.
Ekzemartiger Herpesausschlag an der Brust.

b) Empfindung
Asthma hervorgerufen durch die Empfindung, es werde das Brustbein allmählich zu den Brustwirbeln hingezogen. Erschwerte Ausdehnung der Brust. Wundheit der Brust.
Asthma mit Wundheit in der Brust und Unfähigkeit eine liegende Stellung einzunehmen.
Schmerz und Druckgefühl hinter dem Brustbein.
Beim Neigen des Kopfes nach hinten, Schmerz in der Mitte der Brust, als wenn die Haut hochgezogen würde.
Roheit, Kratzen und Brennen vom Rachen bis zur Magengrube, mit Keuchen bei der Einatmung und einem Erstickungsgefühl.

g) Modalitäten
Husten < beim Liegen auf der rechten Seite.
Asthma besser bei Tagesanbruch.
Chronisches Asthma schlechter bei warmem und feuchtem Wetter im Sommer.

h) Zeiten
Husten schlechter nachts. Schleimrasseln von 1 bis 4 Uhr.
Asthmaanfälle nachts oder während eines Gewitters. Sommerliches Asthma meist abends auftretend, bei Tagesanbruch vergehend.
Schleimrasseln von 1 bis 4 Uhr.

 

23. Herz, Kreislauf, Puls
a) Pathologie
Herzklappenerkrankung. Herzschmerzen
Lanzinierende Schmerzen von der Herzbasis zur Spitze, nachts (von der Spitze zur Basis Med.), von der Basis zum Schlüsselbein oder zur Schulter (Spig.).

b) Empfindung
Schießende Schmerzen am Herzen. Schmerz und Druck hinter dem Sternum. Einengung der Brust, daß das Atmen schwerfällt.

e) erstreckt sich
Lanzinierende Schmerzen von der Basis zur Spitze von der Basis zum Schlüsselbein oder zur Schulter.

h) Zeiten
Herzschmerzen nachts.

 

24. Mammae
b) Empfindungen
Brüste sind empfindlich gegen Berührung, Wundheitsgefühl während der Menses.

 

25. Bewegungsapparat
25.1 Allgemeines
Entzündung der Gelenke, Rheumatismus durch Wärme gebessert, verschlechtert in der Nacht.

25.3 Brust
a) Pathologie
Karies der Brustwirbel.
Herpesausschlag an der Brust.

25.3 Rücken
a) Pathologie
Karies der Halswirbelsäule mit starker Vorwärtskrümmung.
Muskelstarre. Gestielter, stecknadelkopfgroßer Warzen am Nacken.
Drüsenvergrößerung besonders in der Nackengegend, Drüsen verhärtet und leicht schmerzhaft.
Psoasabszeß. Kreuzbeinschmerzen.

b) Empfindung
Ein schweres zerrende dumpfes Gefühl in der Lendengegend mit Steifheit.
Schwerer Schmerz und Steifheit unten vom Nacken aufwärts durch die Muskeln und Nackenstänge in Gehirn.
Kreuzbeinschmerzen mit der Empfindung als sei das Steißbein geschwollen.

d) Orte
Schmerzen im Rücken, Hüften und Oberschenkeln.
Schmerz im Kreuzbein am Übergang zum Steißbein.
Schmerzen in der verkrümmten Halswirbelsäule.

e) erstreckt sich
Schmerzen erstrecken sich von der Sakralregion zum Uterus.

f) Begleitsymptome
Steifheit bei Schmerzen.

g) Modalitäten
Gliederschmerzen schlechter in der Nacht, besser durch Wärme.
Schmerzen im Rücken in der Nierengegend schlechter nach dem Urinieren.
Schmerzen im Kreuzbein schlechter im Sitzen.
Schmerzen der Halswirbelsäule schlechter durch Bewegung, besser durch warme Umschläge.

h) Zeiten
Rückenschmerzen schlechter nachts.
Halswirbelsäulenschmerzen zwischen 17 und 19 Uhr beginnend, schlechter nachts.

25.4 Obere Extremitäten
a) Pathologie
Rheumatismus des Schultergelenkes oder am Ansatz des Deltamuskels, schlechter durch seitliches Heben des Arms. Kann die Arme nur bis zum rechten Winkel heben. Arthritis.
Nagelumlauf an Fingern und Daumen. (Kindliche Syphilis) Waschzwang. Schlimme Geschwüre an den Handrücken.

b) Empfindung
Gefühl wie gelähmt, wenn der Arm höher als bis zum rechten Winkel gehoben wird.
Drückende Schmerzen in allen Gliedern, wie Wachstumsschmerzen.
Taubheitsgefühl in Handflächen.

g) Modalitäten
Rheumatismus des Schultergelenkes schlechter durch seitliches Heben des Arms.

(Der Beitrag wird im nächsten Heft fortgesetzt)

 

Literatur

  • Mezger, Gesichtete Homöopathische Arzneimittellehre
  • H.C. Allen Nosoden
  • H.C. Allen, Leitsymptome
  • Clarke, Der neue Clarke
  • Julian, Nosoden
  • Lippe, Arzneimittellehre
  • Kent, Repertorium