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Potenzierte Impfstoffe

Rund ums Thema Impfung und Prophylaxe
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Wegen der zahlreichen Anfragen rund um das Thema Impfung und Prophylaxe, die sich seit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie häufen, möchten wir hier ein paar Mythen aus diesem Bereich unter die Lupe nehmen.

 

Potenzierte Impfstoffe

Potenzierte Impfstoffe sind homöopathische Arzneien aus schulmedizinischen Impfstoffen. Die leider weit verbreitete Bezeichnung Impfnosode verwenden wir nicht, da es sich einerseits nicht um eine Nosode (Arznei aus pathogenem oder pathologisch verändertem Material) handelt, und die Bezeichnung den trügerischen Anschein erweckt, dass die Arznei zum Zweck der Impfung angewandt werden kann.

 

Was können sie und was nicht

Die Idee des potenzierten Impfstoffes geht auf den niederländischen Homöopathen Tinus Smits zurück, der Zusammenhänge zwischen Autismus und vorangegangenen Impfungen erkannte. In der Folge entwickelte er die CEASE-Therapie, in der speziell ausgebildete Therapeuten mittels potenzierter Impfstoffe versuchen, die durch die schulmedizinische Impfung aufgetretenen Veränderungen zu behandeln.

Daraus abgeleitet werden diese potenzierten Impfstoffe häufig zur Begleitung der schulmedizinischen Impfung eingesetzt, damit unerwünschte Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen gar nicht erst auftreten.

Sicher wird durch eine solche Behandlung nicht die immunologische Wirkung der Impfung aufgehoben oder die ganze Impfung ausgeleitet. Man sollte sich das eher so vorstellen, dass die Wirkungen der zum Teil problematischen Hilfsstoffe (z.B. Adjuvantien wie Aluminiumsalze oder quecksilberhaltige Konservierungsmittel) behandelt werden.

Genauso stellt ein potenzierter Impfstoff keine wirksame Prophylaxe dar. Zum Erreichen einer ausreichenden Immunantwort sind nun einmal stoffliche Konzentrationen an Antigen nötig.

 

Nosoden

Nosoden sind Arzneien aus pathogenen Keimen (z.B. Bakterien), infektiösem Material (z.B. Sputum von Grippekranken im Falle der Influenzinum Nosode) oder aus krankhaft verändertem Gewebe (z.B. Carcinosinum Nosode aus verschiedenen Tumorgeweben oder Zellen).

Für viele dieser Arzneien gibt es in der Materia medica Arzneimittelbilder, in denen die Symptome beschrieben sind, bei welchen ein Einsatz der betreffenden Nosode in Frage kommt. So z.B. für Influenzinum  bei Grippe oder grippeähnlichen Symptomen.

Grundsätzlich sind diese Arzneien zur Behandlung von Erkrankungen bestimmt. Auch wenn schon Hahnemann die Prophylaxe mit der zur Behandlung der Erkrankung angezeigten Arznei für Gesunde, die sich in einem Epidemiegebiet aufgehalten haben beschrieben hat, ist eine solche Anwendung nur für einen überschaubaren Zeitraum gedacht. Keinesfalls ist eine monate- oder jahrelange prophylaktische Wirkung bei einer Einnahme z.B. der Nosode vergleichbar mit einer schulmedizinischen Impfung  zu erwarten.  Eine solche Wirksamkeit konnte mit keiner Studie belegt werden, weshalb wir eindringlich darauf hinweisen, dass niemand auf eine erprobte Impfung zugunsten einer ungesicherten homöopathischen Prophylaxe verzichten sollte.

 

Potenzierte allopathische Arzneien

Wir haben auch eine Vielzahl an pharmazeutischen Wirkstoffen in potenzierter Form im Sortiment. Auch diese Arzneien sind nur zur Behandlung von Nebenwirkungen oder zur Unterstützung beim Absetzen einer schulmedizinischen Behandlung geeignet. Diese Anwendungen müssen immer mit dem verschreibenden Arzt abgesprochen sein.

Es ist z.B. nicht möglich ein verordnetes Antibiotikum oder Psychopharmakon durch den potenzierten Wirkstoff zu ersetzen. Bei diesen Behandlungen sind stofflichen Mengen des Wirkstoffs zur Erzielung des gewünschten Behandlungserfolges nötig und diese lassen sich nicht mit der potenzierten Arznei erreichen.

 

Was kann ich davon auf die derzeitige Pandemie anwenden:

Uns steht keine Covid-19 Nosode zur Verfügung, da wir in unserem Labor keine Viren verarbeiten können.

Zur Behandlung einer Covid-Erkrankung kann Ihr behandelnder Arzt sicher geeignete Arzneien finden, indem er Ihre Symptome repertorisiert. Ihr Homöopath ist auch der richtige Ansprechpartner für die geeignete Arznei zur Prophylaxe. Auch hier können keine allgemeinen Aussagen getroffen werden, da sich die Symptome in den verschiedenen Gebieten z.T. stark unterscheiden (eine Empfehlung aus Indien muss noch lange nicht für Mitteleuropa passen).

Auch konnten wir bisher noch keinen der zugelassenen Covid-Impfstoffe potenzieren. Diese Impfstoffe sind nicht im Handel erhältlich, sondern werden ausschließlich über staatliche Verteilungssysteme zu den Impfstellen gebracht.

Bei den derzeit durchaus nachvollziehbaren Ängsten rund um die Impfung empfehlen wir auch mit Ihrem Homöopathen Rücksprache zu halten. Je nach den zu erwartenden Nebenwirkungen des Impfstoffs können verschiedene Arzneien zu Begleitung der Impfung in Frage kommen. Nicht nur das lange bekannte Thuja, das schon Samuel Hahnemann zur Behandlung von durch die Pockenimpfung hervorgerufenen Beschwerden einsetzt. Ihr Homöopath kann  Ihnen helfen eine für Sie geeignete Arznei zu finden.

 

Bitte beachten Sie, dass alle drei erwähnten Arzneimittelgruppen nicht für die Selbstbehandlung geeignet sind, und deren Anwendung unbedingt unter Aufsicht eines erfahrenen Therapeuten erfolgen muss.

 

Autor: Mag. pharm. B. Tell, Remedia